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Sprache, Satzbau und Wortwahl
Sprache
- Gehobene Textsprache
- keine Umgangssprache, keine Ich-Perspektive
- Kein Behördendeutsch, kein Fachjargon, keine wissenschaftliche Behandlung
- Lebendig schreiben, z.B. Doppelpunkte, Fragezeichen und Semikolons regelmäßig einsetzen
Satzbau
- Lange Schachtelsätze vermeiden
- Daumenregel: Satzeinschübe maximal drei bis neun Wörter
- Nebensätze nicht einschieben, sondern dem Hauptsatz nachstellen, z.B. Das Unternehmen, das zuvor noch einen großen Auftrag an Land gezogen hatte, musste Insolvenz anmelden → Das Unternehmen musste Insolvenz anmelden, obwohl es zuvor noch einen großen Auftrag an Land gezogen hatte.
- Das Verb möglichst vorne im Satz platzieren, z.B. Das Unternehmen ist mit Deutschland, Italien, Frankreich, England und Spanien in wichtigen Wirtschaftsnationen Europas vertreten → Das Unternehmen ist in den wichtigen Wirtschafsnationen Europas vertreten, nämlich in Deutschland, Italien, Frankreich, England und Spanien.
- Passiv vermeiden, z.B. Der Hälfte der Belegschaft wurde gekündigt → Der Geschäftsführer musste jeden zweiten Angestellten entlassen.
Wortwahl:
- Adjektive vermeiden, z. B.
- Substantive verwenden, die das Adjektiv beinhalten, z.B. schlechter Arzt → Quacksalber
- Adjektiv plus nichts sagendem Substantiv verkürzen, z.B. schulischer Bereich → Schule, kommunaler Sektor → Kommunen
- Füllwörter und Floskeln weglassen, z.B. eklatant, ungeahnt, einfach, im Grunde, natürlich, gewissermaßen
- Aktive Verben statt Nominalstil verwenden, z.B. die Weigerung der Arbeitgeber führte zu einem Streit → weil sich die Arbeitgeber weigerten, streikten die Angestellten
- Kurze, geläufige und konkrete Wörter bevorzugen
- Streckformen kürzen, z. B. einer Prüfung unterziehen → prüfen, zu einer Einigung kommen → sich einigen
Struktur, Aufbau und Textlänge
Textlänge
- Kurz fassen
- Unwichtiges weglassen
Aufbau
- Wichtiges an den Anfang stellen (des Artikels, des Absatzes, des Satzes)
- Klarem und nachvollziehbarem Aufbau folgen (z. B. Einleitung, Hauptteil, Schluss)
Struktur
- Häufig neue Absätze beginnen (ein Gedanke pro Absatz, Daumenregel: spätestens nach vier bis acht Sätzen)
- Regelmäßig Zwischenüberschriften einfügen
- Textteile hervorheben:
- Fettdruck lässt Wörter bereits vor dem Lesen (beim Überfliegen) ins Auge springen.
- Kursiv Gedrucktes fällt dem Leser erst beim Lesen auf.
- Bei Aufzählungen Spiegelstriche (Bulletpoints) einsetzen.
Verständlichkeit
- Kein Fachwissen voraussetzen, Fremdwörter vermeiden oder erklären
- Kompliziertes vereinfachen
- Anschaulich und konkret schreiben, Beispiele verwenden
- Zusammenhänge aufzeigen, Hintergründe erläutern
- Verneinungen vermeiden, z.B.
- Wörter gebrauchen, die die Verneinung bereits enthalten: nicht erinnern → vergessen
- Doppelte Verneinungen auflösen: nicht unvermögend → vermögend
Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik
Neue Regeln der Rechtschreibung befolgen:
Formatierungshinweise:
- Zeilenumbruch: Zeilen brechen automatisch um, am Ende der Zeile nicht "Return" drücken.
- Absätze: "Return" drücken. Zwischen Absätzen keine Leerzeilen einfügen.
- Zwischenüberschriften: Zwischenüberschrift in einen neuen Absatz schreiben ("Return" drucken), dann Cursor im Text platzieren und im Menu (unmittelbar oberhalb des Eingabefeldes) wählen: "Vorlage" > "Zwischenüberschrift".
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